Transalp von Krimml nach Bozen

2 Tage mit Schneefall und 4 Tage Sonnenschein, 4 Gondeln, viele geniale Singletrails, die irrste Saunashow, leckeres Hüttenessen und traumhafte Panoramen – das alles war Michis und meine Transalp 2011.

Wer neugierig ist kann mal weiterlesen um die genaue Route zu erfahren, andere wollen vielleicht nur die Fotos anschauen …

Tag 1: Salzburg > Krimml > Krimmler Tauernhaus

Zuerst ging es mal mit dem Zug von Salzburg nach Krimml – nach einer ewigen Zeit im Zug  fuhren wir dann bei Sonnenschein los ins Krimmler Achental. Nach ca. 500hm Uphill auf der Schotterstraße waren wir im Hochtal oben angekommen und rollten noch zum Krimmler Tauernhaus – unserer ersten Unterkunft.

Tag 2:  Krimmler Tauernhaus > Bruneck [GPS Track]

In der Früh gab es gleich einen netten Empfang: die Berge herum waren weiß – Schnee! Nach dem Frühstück half es nichts mehr: Regenklamotten an und raus in der Regen. Nach ca. 200hm ging der Regen in Schneefall über und der fahrbare Weg in eine Schiebe-/Tragepassage – und das blieb die nächsten 700hm so – bis wir auf 2634m Höhe am Krimmler Tauernpaß ankamen. Danach folgte aber ein super Downhill bis zur Straße in Trinkstein – von da an gings llllllaaaannnnnnggggg bis nach Bruneck. Nach einer Pizzastärkung fuhren wir gleich in die Kron4-Therme, wo wir die irrste Saunashow erlebten: 1 Aufgießer und 1 Aufgießerin + Tanzperformance beim Handtuchwacheln + Fluch der Karibik Sound (laut) + eine Sauna voll mit 50 Personen die volle abgehen!!! Einfach nur genial!

Tag 3:  Bruneck > Fanes [GPS Track]

Am nächsten Tag starteten wir gemütlich mit der Kron-Gondel. So waren die ersten 1000hm schnell überwunden. Dann ging es auf dem Panoramaweg 8 auf handtuchbreitem Waldweg dahin der später in eine Forststraße überging. Über die Pfaffenberger Höfe fuhren wir auf Asphalt nach St. Vigil bzw. gleich weiter zur Pederü Hütte. Nach einer kleinen Stärkung erwartete uns die fiese Auffahrt zu Lavarella Hütte, wo wir einen super Abend verbrachten – nach ca. 1200 Höhenmetern bergauf hatten wir uns das ja auch verdient ;)

Tag 4: Fanes > Pralongia [GPS Track]

Und wieder eine Morgenüberraschung: die Fanes war weiß vom nächtlichem Schneefall! Aber was soll’s – raus in die Natur. Auf der Auffahrt zum Limojoch trafen wir auf den Transalp-Renntross und es ist echt irre was die für eine Tempo machen – 1h von St. Vigil zur Faneshütte! Kurz nach dem Pass verabschiedeten wir uns aber von der Transalp, denn unsere Route führte uns gerade nach Süden in Richtung St. Kastian. Anfangs noch flach ins Tal zurück, erwartete uns aber bald eine steiler und geiler Singletrail der leider – wie immer – zu früh aus war. So rollten wir  nach St. Kastian, wo wir mit der Gondel rauffuhren und bei der Pralognia Hütte einen frühen Stop machten – mein Bauch war nicht so ganz fit …

Tag 5: Pralongia  > Compatsch [GPS Track]

Der absolute Panorama-Kitsch Tag. Von der Pralongia Hütte mit ihrem Traumpanorama (Fanes, Sella, Marmolatta, …) fuhren wir über nette Wald- und Wiesentrails nach Arabba. Dort – schwupsdiwups – rauf mit der Gondel zur Porta Vescova und dann den wunderbaren Bindelweg entlang – immer mit der Marmollata im Blickfeld! Über den Passo Pordoi und weitere Traumtrails flogen wir bis nach Campitello, wo es mal eine Pizzastärkung brauchte. Dann brachte uns die Gondel rauf zum Sellajoch. Auf der Schotterstraße bzw. einem netten Weg gings über die Steinerne Stadt bis zum Rifugi Comici. Dort beschlossen wir, den Grödner Höhenweg zu probieren – ein paar geniale Passagen wechselten sich mit viieeelllllen Tragemetern ab …. aber dafür wurden wir mit einer super Singletrail-Kehrenabfahrt zu Seiser Alm hinab belohnt – bis auf die Kleinigkeit, daß ich nur mehr eine Voderradbremse hatte – die hintere Bremse war nur mehr halb einsatzfähig …. Glücklich gings noch die letzten Höhenmeter nach Compatsch rauf, wo wir unsere letzte Unterkunft bezogen.

Tag 6: Seiser Alm > Bozen [GPS Track]

Am letzten Tag rollten wir bergab – zuerst in Richtung Völser Weiher über den und dann auf dem Wanderweg 1 runter ins Tal der Brennerautobahn. Dort legten wir die letzten Meter auf dem Radweg nach Bozen zurück nur um in Bozen das Abenteuer der Rückfahrt zu beginnen: die italienische Bahn war in Streik! Aber wir schafften es mit 2 Bussen bis nach Innsbruck und dann mit dem Zug heim nach Salzburg!